Neuer Gesetzentwurf: bisher ein Jahr Verlängerung geplant. Das reicht nicht!

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
der Entwurf des NRW-Kabinetts (alle Landesminister*innen) zum Lehrerausbildungsgesetz ist vorgestern öffentlich geworden. Darin ist 1 Jahr Verlängerung unserer Fristen vorgesehen. Damit verkennt das Schulministerium nach wie vor die Lage an den Hochschulen.

Hier der Link zur Pressemitteilung des Ministeriums: https://www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Ministerium/Presse/Pressemitteilungen/2015_16_LegPer/PM20150929/pm_29-09-Aenderung_LABG.pdf

Uns wurde zugesagt, dass das Schulministerium in einem offiziellen Schreiben an alle Universitäten, Landesprüfungsämter und Studierende über den Entwurf informieren will. Somit müssen sich die Kommiliton*innen in den Grund-, Haupt- und Realschullehramtsstudiengängen nicht Ende Oktober zu den letzten Prüfungen anmelden. Wir haben mit unseren bisherigen Protesten 1 Jahr mehr Zeit erstritten. Aber insgesamt reicht eine Verlängerung um nur 1 Jahr hinten und vorne nicht. Bei der letzten größeren Reform der Lehrer*innenbildung, die 2003 in Kraft trat, wurden den damaligen Kommiliton*innen 21 Semester Auslauffrist gewährt. Es ist abwegig, dass es jetzt nur es 13 bzw. 15 sein sollen! Wieso sollten wir heute weniger Zeit benötigen, uns für die Herausforderungen des Lehrerberufs zu bilden? Gerade weil wir Schüler*innen bei ihrer Entwicklung zu mündigen Demokrat*innen bestmöglich unterstützen wollen, gerade weil wir uns dafür qualifizieren wollen, Inklusion gut zu realisieren und auch alle geflüchteten Kinder und Jugendliche zu befähigen, in der Schule mitzuwirken und in der Gesellschaft zu partizipieren, brauchen wir mehr Zeit.

Außerdem bedeutet der Kabinettsentwurf weiterhin, dass viele von uns exmatrikuliert werden oder in den Bachelor zurückgestuft werden.
Daher sollten wir bei der anstehenden Debatte um den Gesetzentwurf (das Gesetz soll im Januar beschlossen werden) darauf wirken, dass eine Abschaffung der Fristen oder eine Angleichung an die Auslauffrist von LPO1994 vom Landtag beschlossen wird. Es gibt gerade jetzt gute Möglichkeiten einzugreifen, denn das Gesetz muss noch vom Schulausschuss des Landtags und vom Landtag selbst diskutiert werden. Die Auseinandersetzung geht also jetzt erst richtig los!

Als erster Schritt wäre dafür wichtig, dass uns viele bei der Planung und Mobilisierung zur NRW-weiten Kundgebung am 28. Oktober in Düsseldorf vor dem Landtag beteiligen. Dazu schicken wir sehr bald weitere Infos, aber merkt euch schon einmal den Termin vor.

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